
In ihren Songs formt Annie Bloch ein vorbeifliegendes Gefühl zu einer Gestalt. Es ist der Versuch, etwas zu halten, was sich einer Logik entzieht und dann unweigerlich sein Eigenleben aufnimmt. Wird es zu einer Geschichte, ist es eine fragmentierte — die Romantisierung scheitert, der Reim geht nicht auf.
Ihr Sound bleibt menschlich, roh und direkt, strebt nicht nach Perfektion, aber nach Utopie. Dringend soll es sich leicht anfühlen. Annie Bloch mischt dabei akustische Drums, Bass und synth-anmutender 2. Gitarre mit ihrem eigenen folkigen Gitarrenpicking, in deren Zusammenklang man eintaucht und dort von ihrer Stimme samtig warm umhüllt wird. Ein Moment des Wohlfühlens, der Trost spendet und Kraft gibt, um dann wieder in die Tiefe zu stürzen, sich den nächsten Widersprüchen zu stellen und laut zu werden, wo es nötig ist. Denn trotz träumerischer Anklänge sind die Schauplätze ihrer Songs nicht poetisch verklärt, sondern zeigen sich im klaren, trockenen Alltagslicht.
Besetzung:
Annie Bloch – Vocals, Gitarre
Carlo Tiedge-Budke – Gitarre
David Helm – Bass
Jan Philipp – Schlagzeug
Der Eintritt ist frei.
Ein Hut geht rum, aber die Spende ist freiwillig und geht direkt an die Künstler*innen!