Termin · Goldkante Bochum


Mo., 27.07.2015 | 18:00 Uhr

Filmabend „Wir sind jung, wir sind stark“

Film  und Diskussion über  Rostock-Lichtenhagen 1992

Rostock-Lichtenhagen im August 1992: Über mehrere Tage bedrohen Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet eine Flüchtlingsunterbringung und eine Unterkunft vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Die Polizei zieht sich zeitweise zurück, die im Haus verbliebenen Menschen sind auf sich gestellt, am Ende brennt es. Dies ist nur einer der vielen rassistischen Pogrome zu Beginn der 1990er Jahre, den der Spielfilm „Wir sind jung. Wir sind stark.“ beleuchtet. Der Film stellt die Frage, was junge Menschen dazu bringt, bei einem solchen rassistischen Gewaltakt zuzuschauen und sogar mitzumachen.

Die schrecklichen Bilder hat Dr. Wolfgang Richter, damals Ausländerbeauftragter der Stadt Rostock, bis heute nicht vergessen, zumal er sich damals selbst im brennenden Sonnenblumenhaus aufgehalten hat. Er warnt deshalb davor, die Gefahr von Rechts nicht zu unterschätzen. Heute erleben wir erneut eine Zeit, in der immer wieder Angriffe auf Flüchtlingsunterbringungen stattfinden. Über die Ursachen, Auswirkungen und vor allem über das Gefahrenpotenzial für Geflüchtete im Ruhrgebiet und darüber hinaus möchten wir im Anschluss an die Vorführung des Films diskutieren mit:





  • Dr. Wolfgang Richter, ehemaliger Ausländerbeauftragter der Stadt Rostock


  • Katharina Dannert und Paul Mentz, Back Up - Beratung für Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt


  • Verena Schäffer, Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen Landtagsfraktion in NRW




Moderation: Terry Reintke (MdEP, GE)


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