Programm in der Goldkante · Goldkante Bochum


Programm im März 2012

Do., 01.03.2012 | 20:00 Uhr

Ansgar und der Drum’n’Bass

Foto von Ansgar

Wow, drei Platten für 26 Mark. ”Jazz & Bass” steht auf dem Cover und drin finden sich schräge, hübsche Jazzsamples unterlegt mit fluffigen Drum’n’Bass Rhythmen und … nein — ist das nicht die Manzarek-Orgel aus “Riders on the Storm”?

Ansgar kaufte sich die Platte und tatsächlich, ein paar Leute schienen die Sache auch noch für tanzbar zu halten. Dann im Sommer 2005 auf’m Melt hineintanzen in den neuen Tag mit LTJ Bukem und Mc Conrad und dazu die Erkenntnis, dass Drum’n’Bass auch richtig entspannt sein kann. Seitdem hat es Ansgar nicht mehr losgelassen und mittlerweile darf es auch ein bisschen härter sein. Also gibt es heute eine kleine aber feine Auswahl hübscher jazzy Drum’n’Bass-Stücke aus dem Hause Bukem und von Basement Records, durchmischt mit ein paar Breakbeat-Stücken. Alles im Rahmen des Hör- und Tanzbaren … sagt zumindest Ansgar. Dazu ein paar Rothaus oder nen leckeren Drink und der Donnerstagabend ist gerettet.


Fr., 02.03.2012 | 21:00 Uhr

Dance to the Underground

Flyer

Nicole spielt wieder ihren Mix aus Stoner Rock, Shoegazing, Madchester, Indie, Alternative Rock, Britpop, Post-Rock, Math-Rock. Und wir sind schon wieder ganz aus dem Häuschen.


Sa., 03.03.2012 | 20:00 Uhr

“When Housemusic was born …” — Sadar Bahar im Gespräch

DJ Sadar Bahar

Chicago ist ein beinahe mythischer Ort. Hier haben sich nämlich vor ein paar Jahrzehnten ein paar Leute zwei ziemlich weltbewegende Dinge ausgedacht: die Clubkultur und House. Zu diesem Zweck wurde zuerst in schummrigen Blues-Schuppen an Chicagos Southside bis zum Morgengrauen ordentlich getanzt, geschwitzt und geschrieen. Anschließend ergänzte man das Prinzip „tanzen — schwitzen — schreien“ durch eine sehr wichtige Steigerung: zum ausgelassenen Spektakel spielten zwei verrückte Typen plötzlich präparierte Tonkonserven. Einer zerschnipselte Bandaufnahmen gängiger Disco-Hymnen, klebte sie wieder zusammen und trieb mit dem Resultat das Publikum der Discothek “Music Box” in den Wahnsinn. Der andere schleppte seinen sperrigen Drumcomputer mit an den Arbeitsplatz im “Warehouse-Club” und mixte die gängigen Disco-Hymnen mit selbstgestrickten Drumpatterns, bis am Ende alle Tänzer in Ohnmacht fielen. So ungefähr wurden in den späten 80ern aus dem Geiste der besessenen Bastelei die Clubkultur und Housemusic geboren. Und das alles am windigen Ufer des Lake Michigan. DJ Sadar Bahar war vom allerersten Schweißtropfen an dabei. Und heute Abend wird er berichten, wie es wirklich war mit Ron Hardy, Frankie Knuckles und den ganzen anderen schrägen Typen — damals im Schatten des Sears-Towers. Dazu werden Platten gespielt. Und am Ende wissen wir, ob sich Frankie Knuckles seinen Drumcomputer tatsächlich in Detroit ausgeliehen hat.

Wer es nicht in die Goldkante schafft, kann sich das Interview auch live im Netz bei den KollegInnen von ebland.tv anschauen.

Anschließend gehts weiter mit Sadar beim Funkloch Clubabend in der Rotunde.


Do., 08.03.2012 | 21:00 Uhr

Musik aus dem Betonpfeiler

Susanne streunt durch die Londoner Stadtteile Shoreditch und Whitechapel, lauscht an Brückenpfeilern und hält ihr Ohr an das Pflaster der Brick Lane. Was sie hört klingt dunkel, langsam und weltabgewandt - ein nichtmenschlicher Herzschlag aus dem Inneren nächtlich beleuchteter Durchfahrtstraßen.


Fr., 09.03.2012 | 21:00 Uhr

Il Paradiso

DJ Chesney mit Loft-Shirt©Tobias Koth, Bochum

Das musikalische Ereignis 'Disco' ist mittlerweile so gut erforscht wie Beethovens späte Streichquartette. Wer noch etwas annähernd originelles zum Thema beitragen möchte, sollte sich schon anstrengen. Deshalb tragen DJ Chesney und Pietro Aretino heute ihre zentnerschweren Plattentaschen zu Fuß durch die Stadt und spielen bis zum frühen Morgengrauen Platten, an denen sich der revolutionäre Grundakkord der Discomusik hervorragend studieren lässt. Zur vorbereitenden Lektüre empfiehlt sich Tim Lawrence' bahnbrechende Arbeit Love saves the day.


Sa., 10.03.2012 | 22:00 Uhr

Touch Me I’m Sick — Psychocandy-Indytrance

TMIS XIV

Touch Me I’m Sick – You’ll never make a dime!

Sie haben ihr Lächeln verkauft und ihre Herzen gegen Steine eingetauscht. Sie scheuen sich nicht, Kratzer in die Platten all jener zu ritzen, die sie dafür in die „Gothic“-Szene stecken wollen. Während sie desillusioniert mit den Füßen wippen, fürchten sie die „Spiel doch mal was zum tanzen“-Anfragen. Und diejenigen, die eine Münze auf ihren Abgang werfen wollen, sollten wissen, dass am Ende nicht Kopf oder Zahl, sondern Kante stehen wird. Die Rede ist vom „TMIS“-Grandseigneur atee und Mariposum, die für diese Veranstaltungsreihe nun schon zum zweiten Mal in den Wurmfortsatz der Abendländischen Musik gekrochen ist, um daraus die unverdaulichsten Edelsteine vor dem Vergessen zu retten. Gegen den voreiligen Schnitt ins Handgelenk steht übrigens gratis Tesafilm bereit.


Fr., 16.03.2012 | 19:00 Uhr

Ruhrbarone: Lesung mit Gästen

Nach fast einem Jahr die zweite Lesung der Ruhrbarone. Nach der ersten Ausgabe im Rottstr5-Theater freuen sich die bloggenden Journalisten diesmal auf die charmante Goldkante. Mit dabei sein werden von den Autoren des Blogs und des gleichnamigen Magazins auf jeden Fall: David Schraven, Stefan Laurin und Nadia Shehadeh. Und mindestens ein Überraschungsgast.


Sa., 17.03.2012 | 21:00 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Bildern von Till Julian Bothe

Bild eines Sängers mit Mikrofon in denr Hand

Frische Bilder in der Kante: Der Künstler Till Julian Bothe stellt seine Werke aus.

Till Julian Bothe (Jahrgang 1983) studierte an der HBK Braunschweig bei Olav Christopher Jenssen und Thomas Rentmeister Malerei und Bildhauerei. Er diplomierte 2009 und war Meisterschüler 2010. Er zeigt eine Auswahl seiner Malerei, die von Comics, Streetart und Graffiti inspiriert ist.

 

Sa., 17.03.2012 | 21:00 Uhr

Good Grooves

Begleitend zum Augenschmaus der Bilder von Till Julian Bothe gibt es für Ohr und Hüfte die Good Grooves mit den DJs Guy Dermocessian (Funkloch/Bochum) und Bobby Mhark (A Bag of Goodies/Tübingen). Die Good Grooves sind geschmeidige bis zackige Rhythmen aus der weiten Klangwelt von Funk, Soul und Disco.


Do., 22.03.2012 | 21:00 Uhr

Smile! Tomorrow will be worse

Fotomontage zeigt den DJ mit den Klauen des X-Man “Wolverine”

Bankenkrise, Umweltverschmutzung, steigende Benzinpreise, mieses Fernsehprogramm. Wohin man schaut, alles geht den Bach ab. Und da ja bekanntermaßen früher alles besser war, kann es ja eigentlich auch nur schlechter werden. Da bleibt einem nur noch eins: Lächeln, Musik hören und ein Bier mit DJ Wolverine von Punkrockers-Radio trinken. Neben einer großen Portion Punkrock gibt es auch mal Ska und Rockabilly zu hören.


Fr., 23.03.2012 | 21:00 Uhr

Harlem Night Song

Geboten wird Musik, die sich ein kleinwenig inspiriert glaubt von den Zeilen des großen Langston Hughes (1902-1967):

  Across
  The Harlem roof-tops
  Moon is shining.
  Night sky is blue.
  Stars are great drops
  Of golden dew.

  Down the street
  A band is playing.

  I love you.

  Come,
  Let us roam the night together
  Singing.


Sa., 24.03.2012 | 21:00 Uhr

Dancehall mit Olaf Haarkamp

Dancehall gehört zu jamaikanischen Musiktradition wie Richard Wagner zur deutschen. Zuallererst war Dancehall jedoch ein musikalischer Wettbewerb: wer hat die witzigsten Lyrics und wer die originellsten Riddims? Olaf Haarkamp, DJ und Mitbegründer der No-Partial-Dubstep-Nächte in Köln, präsentiert einen Querschnitt durch die klassischen Jahrzehnte der jamaikanischen Dancehall-Kultur von “(Under Me) Sleng Teng” bis “Murder she wrote”.


Mi., 28.03.2012 | 19:00 Uhr

What’s next? Das offene Kulturteam der Goldkante trifft sich

Foto vom Laden

Der Frühling und so weiter … Ihr wisst schon. Die Goldkante hat allerdings nie einen trägen Winterschlaf gekannt. Denn stets war was los unter den Spiegelkugeln. Manchmal Ramba, manchmal Zamba und sehr oft interessante Gespräche und hintergründige Monologe. Damit es in den Blüh- und Sprießmonaten hübsch so weitergehen kann, brauchen wir Eure Hilfe. Ihr tragt bunte duftende Sträuße voller spannender Ideen mit Euch herum und wisst nicht wohin damit? Tragt sie in die Goldkante — wir haben viel Platz für viel Blühendes und Sprießendes in unserem Programm!


Do., 29.03.2012 | 20:00 Uhr

Ansgar mag es loungig

Als Ansgar nach einem sehr angenehmen, ruhigen letzten Donnerstag seine Platten einsortierte, fiel sein Blick auf das Regal mit den schon etwas angestaubten Platten, die er Ende der Neunziger bei seinen ersten Erkundungen der Dresdner Plattenläden erstand. Eines der ersten Alben, welches er damals kaufte, war das wegweisende Debüt „Entroducing“ des „Jimmy Hendrix of the Turntables“, DJ Shadow. Völlig hin und weg von dieser schönen Musik erstand er weitere MoWax Klassiker, und mittlerweile stehen da so einige Platten im Regal, die einfach mal wieder gespielt werden müssen.

So gibt’s denn diesen Donnerstag Loungiges und bewährt Smartes von MoWax, K7 und Konsorten, zu denen man, leicht mit dem linken Fuß wippend, sein Feierabendpils genießen und das nächste Wochenende planen kann oder auch darüber sinnieren, was uns denn nun Adolf Noise mit seinem Track „Bäume strahlen Stress aus“ wirklich sagen will.


Fr., 30.03.2012 | 21:00 Uhr

grundStueck no. 4

Das neu gegründete DJ-Projekt Glasersfeld von Markus Freitag und mi*doubleyou präsentiert im lauschigen Hinterzimmer der Goldkante fernab vom Funktionsdogma und ohne räumliche Abgrenzung Musik für nicht existente Tanzböden. Sie forschen nach dem Sound der Mezzanine und betreten das Haus durch die Hintertür. Wir dürfen uns freuen auf ein breites Spektrum an B-Seiten und Raritäten: auf Dub und Drone, Geräusche und Gefrickel, Flächen und Firlefanz. Der Nukleus ist elektronische (Tanz-) Musik.


Sa., 31.03.2012 | 21:00 Uhr

I Wish My Brother George Was Here!

Es war im Jahre 1992 als die Hand des Funkateer-Gottes George Clinton nach der von Steven Bascom griff. Die Berühung blieb nicht ohne Folgen. Der Groove schlug mitten in das Lebensorgan des damals schon unbekannten DJs ein und sollte fortan seine Taktungen bestimmen. Zwanzig Jahre nach jener denwürdigen Begegnung heißt das Öl, mit dem Steven seine Motor Booty Affair schmiert, immer noch P-Funk. So lässt er für einen Abend das Mothership durch die Goldkante fliegen, aber damit er nicht alleine gegen Sir Nose D’Voidoffunk kämpfen muss, holt sich Starchild Steven noch Verstärkung von seinem langjährigen Weggefährten Dr. Amateurfunk 'Enstein! Der reist eigens aus Chocolate City an, um die Körper aller Gäste vor der Agony of Defeet zu bewahren! Go Wiggle!


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Vier Stunden, vier DJs